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Quelle: Traffic Jam Team, 06.10.00
Traffic Jam 2000 - Lauter, Größer, Besser...
Im Juni 2000 war es dann wieder soweit, die Zeit für Traffic Jam II war gekommen und wir hatten uns dieses mal weit mehr Zeit für dessen Organisation genommen.
Für uns war von Anfang an klar, daß es dieses Jahr in einem größeren Rahmen stattfinden sollte und setzten das Open-Air für zwei Tage an.
Als erstes mußten wir die Aktion natürlich offiziell bei der Stadt anmelden, weil sie dieses Jahr nicht mehr als private, sondern als öffentliche Veranstaltung gelten sollte und weil wir uns diesmal die Polizei vom Leib halten wollten.
Elf Bands, darunter eine Punk-Rock-Band aus dem Ruhrpott namens "Weed", "Soliloquy", eine Alternative-Rock-Band aus Bad Nauheim, "Eat This" aus Rodgau, die Progressive Rock spielen, "Fate", die aus Darmstadt kommen und New Metal machen und "Deepak", ebenfalls eine New-Metal-Band aus Groß-Umstadt, sollten auftreten.
Bier, Äppler, Corona und Desperados, aber natürlich auch Anti-alkoholisches wurden in Massen bestellt. Ein Kumpel, der uns schon beim ersten Konzert unter die Arme gegriffen hatte, bot uns an eine gewaltige Bühne zu besorgen, was er dann auch tat. "Gewaltig" war dann auch nicht übertrieben, denn sie maß 5x10 Meter, die Überdachung war 6 Meter hoch; sie konnte zwar mit keiner "Rock am Ring-Bühne" mithalten, war aber im Verhältnis zu letztem Jahr und zum Übungsplatz durchaus eine enorme Steigerung. Auch die Anlage, die wir uns besorgt hatten brachte die dreifache Leistung, immerhin 6kW, der Anlage von 1999.
Zu guter Letzt stellten wir am heimischen Computer und Farbkopierer ca. 4000 Flyer her und verteilten sie.
Wir hatten uns zwar einige örtliche Sponsoren gesucht, aber um nach dem Konzert nicht völlig bankrott dazustehen, mußten wir einen Eintritt von 5 Mark pro Tag verlangen. Und am 2. Und 3. Juni war es dann soweit. Ab 20 Uhr, Freitag und Samstag, fingen die ersten Bands an zu spielen und erste Besucher trafen ein.
Die Stimmung war ausgelassen und friedlich. Die Leute tranken und aßen, wir hatten extra einen Döner-Stand organisiert, und setzten sich auf die Wiese vor der Bühne.
Die Bands hatten für jeden Geschmack etwas zu bieten, und so gemischt war auch das Publikum; Alt-Hippies, Rocker, Schüler und Leute, die einfach nur Spaß an Musik haben waren da und genossen die lauen Frühsommer Nächte. Freitags wurde bis 3 Uhr Musik gemacht, Samstags bis 1 Uhr, wegen den Vorschriften der Stadt, und danach haben wir und ein großer Teil der anderen Leute noch bis 5 Uhr gefeiert.
Im Endeffekt hatten wir 1200 Besucher an diesem Wochenende, die uns im Nachhinein immer wieder ein positives Feedback zukommen ließen, und ab da stand unser Entschluß fest: Traffic Jam muß weitergehen, und zwar schon im darauffolgenden Jahr!